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Wie plane ich eine Bikepacking-Tour?

- 5 Schritte zu deinem Bikepacking Abenteuer

Header -Manual - Planung - Bikepacking Tour

Starte in dein Abenteuer

Mit dem Bike auf Entdeckung zu gehen bedeutet vor allem eines – Freiheit. Alles liegt in deiner Hand!

Du gehst deinen eigenen Weg

Egal, ob du für ein Wochenende, mehrere Tage oder ganze Monate unterwegs sein willst. Der Spaß sollte auf deiner Tour im Vordergrund stehen. Damit du deine Tour nachher auch voll und ganz genießen kannst ist es wichtig Zeit in die Planung und Recherche des Terrains zu investieren. Es zahlt sich aus! 

Lass dich von Reiseberichten inspirieren. Egal ob Kroatien, Kolumbien oder Kirgistan, es gibt keinen Teil der Erde der nicht bereits von abenteuerlustigen Bikepacker*innen erkundet wurde! Schärfe deinen Blick fürs Wesentliche. Genieße die Natur und spüre deinen Körper.   

Ab geht’s in dein Abenteuer

Fünf Schritte zu deiner ersten Tour:

1. Bekomme ein Gefühl für dein Bike und Trails

2. Grenze ein, wo du unterwegs sein wirst

3. Designe deine eigene Tour

4. Übertrage deine Strecke in einen GPS-Track

5. Auf geht's auf den Trail!

1. Bekomme ein Gefühl für dein Bike und Trails!

Geh‘ raus und fahr‘ dein Bike: Du musst kein Profi sein, um sicher mit dem Bike unterwegs zu sein. Vielmehr ist es wichtig ein Gefühl für dein Bike und Trails zu bekommen. Erkunde die ausgewiesenen Strecken bei dir vor der Haustür! 

Es gibt einen riesigen Fundus an Touren unter:

Probier dich aus. Experimentiere mit verschiedenen Untergründen und Steigungen. Nimm dir dabei auch immer wieder Gepäck mit, damit du merkst wie sich dein Bike damit anfühlt und anders reagiert. Wie fühlt es sich an mit Lenkertasche zu fahren? Wie in einer Kombination aus Lenker-, Rahmen- und Seatpost-Tasche. Probiere aus wie sich die Taschen unterschiedlich gepackt anfühlen. 

Check-up:

  • Teste wie sich dein Bike mit Gepäck auf Schotter, Kies oder wurzeligen Waldwegen fährt
  • Teste wie sich dein Bike mit Gepäck in verschiedenen Steigungen fährt
  • Teste wie sich dein Bike mit Gepäck in Kurven verhält
  • Bekomme ein Gefühl wie viele Kilometer du für den Anfang mit Spaß fahren kannst

2. Grenze ein, wo du unterwegs sein willst

Bild für Manual - Optionen eingrenzen

Wenn du dein Bike schon besser kennst und weisst, auf welchen Wegen du dich wohlfühlst, bist du deinem Traum deiner BIkepacking-Tour schon sehr nahe. Doch wo soll es hingehen? Die Möglichkeiten sind unbegrenzt! Um eine passende Route zu gestalten, hilft es, die Optionen einzugrenzen. 

Das Zeit-Weg Verhältnis:

Das wichtigste bei der Planung der Strecke ist realistisch abzuschätzen, wie lange du für eine Strecke brauchst. Das ist besonders dann wichtig, wenn du einen begrenzten Zeitrahmen hast oder in entlegenen Gegenden unterwegs bist. Faktoren, die das beeinflussen sind: Steigungen, deine Menge an Gepäck und deine Fitness. 

Welche Distanz kannst du realistisch fahren? 

Für eine erste 2-3 tägige Tour, kannst du mit 40 bis 60 Kilometer pro Tag planen. Als Grundsatz gilt hier: Geh es locker an! Für den Anfang lieber weniger Kilometer. Steigern wirst du dich ganz automatisch!

Wie viel Zeit hast du zur Verfügung? 

Umso enger dein Zeitrahmen ist, umso genauer solltest du festlegen, wie viele Kilometer du pro Tag oder Etappe zurücklegen wirst.

Wähle eine Region:

Du wolltest schon immer einmal in den Dolomiten fahren? Dich reizt Lappland? Oder soll es nach Kirgistan gehen? Wir sind Experten für Kirgistan. Frag uns einfach! Wähle eine Region aus, die dich anzieht. So kannst du dich gezielt auf die Suche nach passenden Strecken machen und die Verhältnisse vor Ort recherchieren.                                                     

Wetterverhältnisse:

Einer der wichtigsten Faktoren, wenn du unterwegs bist ist das Wetter. Mache dich vorher über die Wetterverhältnisse schlau. Wenn du keine verlässlichen Daten findest, rufe in der Gegend an. Das kann zum Beispiel eine Nationalparkverwaltung, eine Touristeninformation oder eine Bergstation sein. Je nach Jahreszeit können bestimmte Gebiete nicht zugänglich sein. 

Check-up:

  • Schaue dir die Topographie der Gegend in der du unterwegs sein willst an
  • Baue interessante Orte in deine Tour ein
  • Mache dich über die Lage vor Ort schlau. Gibt es aktuelle Geschehnisse vor Ort, die deine Tour erschweren: Streiks, Naturkatastrophen, politische Verhältnisse?
  • Bedenke die Wetterlage und Jahreszeit. Bestimmte Gegenden können nicht zugänglich sein. Zum Beispiel durch Schneelage oder Überschwemmungen der Route durch einen Fluss

3. Designe deine eigene Tour

Bild in Manual zur Recherche von Strecken

Mit dem vorherigen Punkten hast du dir schon einen Rahmen abgesteckt in dem du dich bewegen willst. Nun geht es daran deine Route festzulegen. Dafür heißt es vor allem eines: Recherchieren!

Bücher, Websites und vor allem Karten der Region, in der du unterwegs sein willst, helfen dir bei der Planung. Hier ein paar Websites die ich sehr hilfreich finde:

Folgende Punkte helfen dir deine Route zusammenzustellen: 

Lege Fixpunkte fest: 

Der Ausgangspunkt für die Planung deiner Strecke sind Fixpunkte auf der Route. Den Anfang machen dabei deine Schlafplätze. Denn egal, ob du nur eine Nacht oder mehrere Wochen unterwegs bist, wenn sich kein sicherer Spot zum Schlafen findet, wird es schwer bis unmöglich eine Tour zu planen. Wie du solche Campspots findest, erkläre ich dir weiter unten. Klarerweise brauchst du auch einen sicheren Ausgangs- und Zielpunkt. Wenn du mehrere Tage oder Wochen unterwegs bist macht es Sinn Etappenziele zu definieren. 

Plane am besten einen Rundkurs:

Wenn du ein paar Tage bis zu zwei Wochen unterwegs sein möchtest, plane am besten einen Rundkurs. Das ist logistisch am einfachsten. So ersparst du dir den Stress einen zusätzlichen Transport zum Ausgangspunkt zu organisieren. 

Die Wahl der Trails:

Ein Mix aus verschiedenen Varianten ist am besten. Zum Beispiel: Auf Schotter starten, in einen Wald eintauchen, auf einen Single-Trail wechseln, über eine Lichtung wieder kurz zurück auf Schotter um dann auf einem Double-Track über Felder in die Sonne. So macht das Ganze einfach Spaß.

Schaffe einen Rhythmus für deine Tour:

Eine gute Balance aus Anstrengung, Fokus und Entspannung bringen einen Rhythmus in deine Tour. Nach einer Steigung die dich gefordert hat, an einen Spot mit einer atemberaubenden Aussicht anzukommen und danach in eine Abfahrt zu gehen, macht deine Tour zu einem coolen Erlebnis, dass zu so schnell nicht mehr vergisst. 

Fokussiert einen Trail im Wald zu fahren und im Anschluss in ein breites Tal eintauchen und sich in der Landschaft verlieren macht eine Tour zu einer Erfahrung, an die man sich mit einem Grinsen im Gesicht erinnert. 

 

Wähle gute Campspots: 

Einen guten Spot für die Nacht zu finden ist essentiell. Recherchiere deine Schlafplätze vorher gut. Das kann ein ausgewiesener Campspot, ein Platz auf einem Hochplateau oder ein Zimmer in einer Herberge oder Hotel sein. Das hängt ganz von deinem Ansprüche an Komfort und der Gegend in der du unterwegs bist ab. Wenn du draußen übernachtest sollte es am besten ein natürlicher Ort mit festem Untergrund und Zugang zu Wasser sein. Ein Mix aus Zelt und Herbergen macht Sinn.

  • Sicherheitstipp: Mache einen kleinen Rundgang an deinem Campspot und überprüfe ihn auf Gefahren. Achte zum Beispiel auf Felswände, von denen Steinschlag ausgehen könnte. Morsche Äste, die bei Wind auf dein Zelt segeln könnten oder Wasserläufe die schnell anschwellen könnten. Stichwort: Springflut. 

Lege Versorgungspunkte fest: 

Wenn du nur ein paar Tage unterwegs bist, kannst du alles an Essen in deinen Taschen am Bike unterbringen. Bist du länger unterwegs, lege dir Versorgungspunkte fest. Das kann ein Supermarkt sein, ein Dorfladen oder eine Hütte in den Alpen. Wenn du in einer Gegend ohne Infrastruktur unterwegs bist, mach dich schlau, wo es verlässlich Zugang zu Wasser gibt. Hier solltest du in jedem Fall einen Wasserfilter dabei haben. 

Rechtliche Aspekte:

Respektiere örtliche Regelungen und achte darauf, dass du nur auf Wegen unterwegs bist auf denen es gestattet ist. In Gegenden, wo wild campen erlaubt ist, versichere dich, dass du nicht auf privatem Grund campst. Am besten fragst du einfach, ob du dein Lager aufschlagen kannst. In den meisten Fällen sind die Leute sehr nett und nicht selten wird man zu einem Bier eingeladen.
In Mitteleuropa ist es weithin verboten wild zu campen. Es gibt mittlerweile aber immer mehr ausgewiesene Trekking-Plätze. Eine Übersicht zu den einzelnen Regionen findet ihr hier.   

Egal wo ihr unterwegs seid! Es gilt das „Leave no Trace“ Prinzip

Check-up:

  • Plane am besten eine Rundkurs
  • Lege sichere Schlafplätze fest und bestimme einen sicheren Ausgangs -und Zielpunkt
  • Achte darauf das du Distanzen in einer realistischen Zeit zurücklegen kannst
  • Wähle einen Mix aus verschiedenen Varianten von Trails
  • Schaffe eine Balance aus Steigungen vs. Abfahrten und Fokus vs. Entspannung
  • Plane deine Mahlzeiten.
  • Mach dich über die rechtliche Lage vor Ort schlau

4. Übertrage deine Strecke in einen GPS-Track

Unterwegs ist es am stressfreisten deine Route auf dem Display von deinem GPS Gerät oder Smartphone zu haben und dieser zu folgen. So behältst du den Überblick, musst nicht ständig absteigen um die Route zu checken und kannst so die Strecke genießen. Dafür brauchst du einen GPX-Track, den du auf das Gerät deiner Wahl lädst. 

Es gibt verschiedene Tools, mit denen du online arbeiten kannst. Es geht darum eine Route zu recherchieren. Diese Route als Track online auf die Karte zu übertragen und im Anschluss als GPX Datei herunterzuladen. Das Tool meiner Wahl lautet hier: RidewithGPS.com.

  • Sehr detailliertes Kartenmaterial: RidewithGPS verwendet die OpenCycleMap. Diese Karte basiert auf open-source Kartenmaterial und zeigt dir ein Netz an Singletrails, Wanderwegen, Fahrradwanderwegen und Forststraßen.
  • Sehr einfaches intuitives Handling: Klick per Klick setzt zu Punkte auf der Karte, die zu deiner Route verbunden werden. In der kostenpflichtigen Version (rund 10 EUR im Monat) kannst du auch POIs setzen, also Wegpunkte. Versorgungspunkte, Schlafplätze oder Sehenswürdigkeiten erscheinen dann mit einem Icon versehen auf der Route. Zusätzlich bekommst du ein Höhenprofil zu deiner entworfenen Route erstellt. 

Sobald die Strecke entworfen ist, lädst du die Strecke als GPX-Datei herunter. Entweder überträgst du sie auf dein Smartphone oder auf dein GPS Gerät. Wenn du ein Gerät von Garmin hast, kannst du dich in den Einstellungen direkt mit Garmin connect und Garmin Express synchronisieren. 

Check-up:

  • Im 'Route Planner' findest du oben rechts in der Karte ein Menü. Wähle dort die Open Cycle Map aus.
  • Unten rechts findest du das Feld 'Optimize for'. Wähle dort Cycling aus. So werden Punkte auf Single- Trails automatisch verbunden.
  • Speichere Uploads Touren unter 'Copy to My Routes', um sie später weiter bearbeiten zu können.
  • Probiere verschiedene 'Basemaps' aus, um das Gelände aus verschiedenen Perspektiven zu sehen.

5. Ab geht es auf den Trail! Hab' Spaß!

Deine Route ist auf deinem GPS Gerät gespeichert. Das Fahrrad gepackt. Ab geht es auf den Trail! Hab‘ Spaß! Du wirst mit jeder Tour besser werden. Du wirst immer fitter werden. Deine Routenplanung wird sich verfeinern. Gleichzeitig wirst du auch merken, dass dich bestimmte Sachen nerven werden: Wie Dinge am Bike angebracht sind, Ausrüstungsgegenstände die noch fehlen oder zu viel sind. 

All das wird sich nach ein paar Touren verbessern, bis du ein perfekt auf dich abgestimmtes Setup hast.

Check-up:

  • Reflektiere über deine Tour und überlege dir was du besser machen kannst.

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Autor:

Moritz ist ein Fahrradenthusiast. Er fuhr bereits von Deutschland über den Landweg nach Zentralasien. Seine Leidenschaft für Berge und Outdoor spiegeln sich perfekt im Bikepacking wieder. In den letzen beiden Jahren trat er beim Silk Road Mountain Race in Kirgistan an – dem härtesten Bikepacking Rennen weltweit. 

Moritz Lemmermeier

Gründer/Lead-Guide

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